www.Augenaerzte-Fellbach.de

Perimetrie (Gesichtsfelduntersuchung)

Die Untersuchung des Gesichtsfeldes nennt sich Perimetrie. Dabei misst der Augenarzt mit Hilfe des Perimeters, wie gut der Patient in den untersuchten Anteilen des Gesichtsfeldes sieht und in welchen das Sehen womöglich eingeschränkt ist

Ein eingeschränktes Gesichtsfeld kann gefährlich werden. Daher ist eine frühzeitige Diagnose sehr wichtig

Das Gesichtsfeld ist der Bereich, den der Mensch mit jeweils einem Auge gleichzeitig wahrnimmt, ohne die Blickrichtung zu ändern. Normalerweise sieht er in der Mitte des Gesichtsfeldes am besten, in den peripheren Anteilen weniger deutlich. Über das Gesichtsfeld orientiert sich ein Mensch in seiner Umgebung. 

Ist es eingeschränkt, übersieht derjenige unter Umständen Gegenstände in seinem Umfeld - zum Beispiel einen Bordstein, die Tischkante oder den Türrahmen. Er stolpert leichter und bewegt sich unsicherer. Experten sprechen dabei von Gesichtsfeldausfällen oder Skotomen.

 

Wie läuft die Gesichtsfelduntersuchung ab?

Es gibt unterschiedliche Arten der Gesichtsfeldbestimmung. Das klassische Verfahren ist die manuelle, also durch einen Untersucher gesteuerte Gesichtsfelduntersuchung: die kinetische Perimetrie. Dabei sitzt der Patient vor einer gleichmäßig ausgeleuchteten Halbkugel. Er fixiert dabei mit einem Auge das Zentrum der Halbkugel, das andere Auge ist abgedeckt. Nun werden dem Patienten Lichtpunkte einer bestimmten Helligkeit und Größe gezeigt, die sich nach und nach vom Rand zum Zentrum hin bewegen. Sobald der Untersuchte einen Lichtpunkt wahrnimmt, drückt er eine Taste und informiert so den Arzt. 

Was lässt sich durch die Perimetrie erkennen?

Anhand der Perimetrie kann der Augenarzt überprüfen, wie groß das Gesichtsfeld insgesamt ist. Zudem, an welchen Stellen der Netzhaut die sogenannte Lichtunterschiedsempfindlichkeit möglicherweise verändert ist. Sie ist hoch, wenn jemand sehr kleine Lichtunterschiede wahrnehmen kann. Wenn also die Helligkeit der Perimeterhalbkugel nur wenig von dem projizierten Lichtpunkt, den der Patient erkennen soll, abweicht. Die Lichtunterschiedsempfindlichkeit verändert sich altersabhängig, kann aber auch anderweitig herabgesetzt sein. Durch die Perimetrie lassen sich Gesichtsfeldausfälle (Skotome) oder Einschränkungen nachweisen. 

Skotome kommen zum Beispiel beim Glaukom (Grüner Star) vor, sowie bei Netzhauterkrankungen wie der Retinopathia pigmentosa (Nachtblindheit) oder bei neurologischen Erkrankungen der Sehbahnen. 

Mit dem Alter wird das Gesichtsfeld zunehmend eingeschränkt, aber auch vorübergehend bei Müdigkeit, Stress oder Aufregung. Auch ein Migräneanfall kann das Gesichtsfeld zeitweilig verändern. 


Welchen Nutzen hat die Perimetrie?

Diese Untersuchung ermöglicht es dem Arzt, frühzeitig bestimmte Sehstörungen den zugrunde liegenden Ursachen zuzuordnen und die richtige Therapie festzulegen. Patienten, die an Grünem Star (Glaukom) leiden, müssen durch eine regelmäßige Gesichtsfeldprüfung überwacht werden.


W

Dr. med. Roya Amiri

Augenzentren
Neckar-Rems-Murr
Fachärzte für Augenheilkunde

Cannstatter Straße 47
70734 Fellbach
Telefon 0711 - 584333
Telefax 0711 - 5789854


Impressum der üBAG >

Copyright © 2014 Augenärztin Fellbach - Dr. med. R. Amiri